Umfrage: Widerstand gegen Zeitumstellung in Deutschland geht zurück
Der Widerstand gegen die turnusmäßige Zeitumstellung hat sich einer Umfrage zufolge abgeschwächt. In einer aktuellen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Forsa für die Krankenkasse DAK sprachen sich nur noch 71 Prozent für ein Ende der Umstellung aus, wie die DAK am Dienstag in Hamburg mitteilte. Das sind fünf Prozentpunkte weniger als 2025 und neun Prozent weniger als 2018, dem Jahr mit der bislang höchsten Ablehnungsquote.
In der Nacht zum Sonntag werden in Deutschland die Uhren um eine Stunde von der Sommerzeit auf die mitteleuropäische Zeit zurückgestellt. In der EU wird seit langem über ein Ende der Umstellung diskutiert, 2018 legte die Kommission einen entsprechenden Gesetzentwurf vor. Allerdings herrscht Uneinigkeit, welche Zeit sich durchsetzen soll - die sogenannte Normalzeit oder die Sommerzeit. Derzeit liegt das Vorhaben auf Eis.
Am stärksten sank der Widerstand gegen die Zeitumstellung laut Umfrage der DAK in der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen. Mehr als ein Drittel der jungen Erwachsenen hält einen Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit mittlerweile für sinnvoll. Für die Erhebung wurden von 28. bis 30. September dieses Jahres 1.009 Menschen befragt.
29 Prozent der Befragten gaben dabei an, bereits Probleme mit der Zeitumstellung gehabt zu haben. Frauen sind davon mit 36 Prozent deutlich häufiger betroffen als Männer (22 Prozent). Am häufigsten nannten die Betroffenen mit 80 Prozent Müdigkeit und Schlappheit, 63 Prozent berichteten von Einschlafproblemen oder Schlafstörungen. Es folgten Konzentrationsprobleme (41 Prozent) und Gereiztheit (37 Prozent). Jeder fünfte befragte Mensch brachte zudem depressive Verstimmung mit der Zeitumstellung in Verbindung.
H.Dierckx--JdB