Voraussichtlich zweitwärmster Sommer seit Aufzeichnungsbeginn in Deutschland
Der diesjährige Sommer ist nach offiziellen Angaben wahrscheinlich der zweitwärmste seit Beginn der flächendeckenden Aufzeichnungen in Deutschland gewesen. "Nach vorläufigen Berechnungen dürfte nur der Jahrhundertsommer 2003 mit 19,7 Grad wärmer gewesen sein", teilte der Deutsche Wetterdienst am Montag in Offenbach mit. Mit rund 22 heißen Tagen mit mindestens 30 Grad Celsius sowie etwa fünf sehr heißen Tagen mit mindestens 35 Grad sei die Hitzehäufigkeit zudem "beispiellos gewesen".
Nach vorläufigen Berechnungen der Meteorologen lag das Temperaturmittel in diesem Sommer bundesweit bei 19,6 Grad - und damit nur knapp unter dem des Jahrhundertsommers von vor 23 Jahren. Das waren mehr als 3,3 Grad mehr als der Wert der für längerfristige Vergleiche herangezogenen Periode. Vor allem im Süden und Südwesten sei die Belastung durch Hitze in den Monaten Juni bis August außergewöhnlich gewesen. In der Fläche sei der Sommer zudem "deutlich zu trocken" gewesen, hieß es.
Hitze und Trockenheit ließen in den zurückliegenden Monaten unter anderem die Pegel großer Flüsse auf Rekordtiefstände fallen, nach Berechnungen des Robert-Koch-Instituts kamen schätzungsweise fast 16.000 Menschen hitzebedingt zu Tode. Feuerwehren mussten Waldbrände bekämpfen, Landwirte rechnen laut Bauernverband teils mit enttäuschenden Ernten vor allem im Süden und Westen. Die Entwicklungen brachten das Thema Hitze- und Klimaschutz im Sommer auch auf die politische Agenda.
G.Lenaerts --JdB