Journal De Bruxelles - "Glamourdale-Airlines": Überfliegerin Fry hebt wieder ab

Börse
Goldpreis 0.38% 4437.3 $
TecDAX 1.04% 4105.87
MDAX 0.61% 32464.39
SDAX 0.43% 18633.51
Euro STOXX 50 -0.09% 6539.59
DAX 0.53% 26440.31
EUR/USD 0.36% 1.1573 $
"Glamourdale-Airlines": Überfliegerin Fry hebt wieder ab
"Glamourdale-Airlines": Überfliegerin Fry hebt wieder ab / Foto: FRANK HEINEN - picture alliance / rscp-photo/SID

"Glamourdale-Airlines": Überfliegerin Fry hebt wieder ab

Lottie Fry riss wie entfesselt beide Arme in die Luft, dann fiel die neue Königin der Dressur ihrem vierbeinigen Partner um den Hals. Das war "die Prüfung meines Lebens, es hätte nicht besser sein können", strahlte die alles überragende neue und alte Doppelweltmeisterin aus Großbritannien nach ihrem mitreißenden Auftritt auf dem Viereck des berüchtigten Aachener Hauptstadions: "Es war wirklich das beste Gefühl der Welt, so einen Test haben wir noch nie abgeliefert."

Textgröße:

Beim krönenden Abschluss der Dressurwettbewerbe überstrahlten Fry und ihr 15 Jahre alter Glamourdale in der Kür zur freien Musikwahl die gesamte Konkurrenz. Die 40.000 Zuschauer nahm das Duo prompt in andere Sphären mit. "Welcome on board to Glamourdale-Airlines", so startete der etwa sechs Minuten lange Tanz des Duos, den Ansager hat die 30-Jährige selbst eingesprochen: "Enjoy your flight."

Und diesen Worten ließ das Paar Taten folgen. Zum Leitmotiv von "We're going to Ibiza" von der Eurodance-Gruppe Vengaboys schwebten Fry und ihr Hengst über das Viereck. Sie habe "durchgehend gelächelt", erzählte Fry, die bereits am Vortag in der Spezial Gold gewonnen hatte – und sich selbst hatte ermahnen müssen: "Konzentriere dich – ihr seid bei den Weltmeisterschaften."

Doch ausgerechnet der Auftritt auf der größten Reit-Bühne der Welt sei ihr so leicht gefallen, erklärte die Reiterin. Nach vier Jahren ohne den ganz großen Triumph hat sie sich nun auf eindrucksvollste Art und Weise zurückgemeldet: "Keiner von uns hat geschwitzt, keiner von uns hat schwer geatmet. Wir haben es beide genossen, dieses Erlebnis war nicht von dieser Welt."

Vor vier Jahren war das Duo bei der WM in Herning noch wie Phönix aus der Asche zu spektakulärem Doppelgold in den beiden Einzelentscheiden gestürmt, der große Wurf gelang im Anschluss aber nicht mehr. Nun "in diesem Moment den Höhepunkt zu erreichen und alles richtig zu machen"? Es sei einfach "ein absoluter Traum, der wahr geworden ist", erklärte die strahlende Siegerin.

J.M.Gillet--JdB