"Schon ungewohnt": Gose schwimmt auch ohne Coach zu EM-Silber
Isabel Gose war nach EM-Silber über 800 m Freistil mehr als zufrieden - vor allem, weil die gewohnte Unterstützung am Beckenrand dieses Mal fehlte. Sie hoffe, dass auch Trainer Bernd Berkhahn "happy" mit ihrer Leistung bei der Schwimm-EM in Paris sei, sagte die Magdeburgerin: "Ich werde ihm gleich mal schreiben oder kurz mit ihm telefonieren."
Denn Berkhahn, der Gose noch rund um ihre beiden Freiwasser-Goldmedaillen in Paris betreut hatte, war mit Vierfach-Weltmeister Florian Wellbrock zu den Pan Pacific Championships in Long Beach im US-Bundesstaat Kalifornien gereist. Goses Trainingskollege war dort zwei Tage nach seinem dritten EM-Titel über zehn Kilometer ebenfalls zum Sieg geschwommen.
Ohne Berkhahn zu schwimmen sei "schon ungewohnt", sagte Gose: "Aber ich habe mir vorher einen guten Plan gemacht, sodass er auch die Sicherheit hat, okay, Isabel weiß, was sie jetzt hier die Woche zu tun hat." Und der Plan ging auf.
Gose, die sich in der Seine zuvor schon im Knockout-Sprint und mit der Mixed-Staffel zur Europameisterin gekrönt hatte, schwamm hinter ihrer italienischen Konkurrentin Simona Quadarella (8:15,55) in 8:18,44 Minuten am Dienstagabend auch im Becken auf das Podium. Komplettiert wurde dieses durch Goses Vereinskollegin Maya Werner (8:22,55).
Die nächsten Medaillen hat Gose am Donnerstag und Freitag über 1500 m, auf denen sie Olympiadritte wurde, und am Sonntag über 400 m, auf denen sie bereits vor vier Jahren in Rom Gold gewann, im Blick. Dann soll auch Coach Berkhahn wieder am Beckenrand stehen.
J.F.Rauw--JdB