"Wer ist Berlin?": BHC plant Sensation - Gidsel will Premiere
Nach dem berauschenden Handball-Krimi gegen den SC Magdeburg wittert der Bergische HC beim Final Four die ganz große Pokalsensation. "Jetzt wartet Berlin, ja, aber wer ist Berlin?", sagte der euphorisierte Johannes Wasielewski nach dem überraschenden 4:3 (27:27, 22:22, 11:11) im Siebenmeterwerfen des Halbfinals um den DHB-Pokal: "Alles ist möglich. Hat man doch gesehen heute, oder nicht?" Am Sonntag kommt es zum Duell gegen Meister Füchse Berlin - der Traum vom ersten Pokalsieg lebt.
Dass der BHC trotz Abstiegssorgen nicht zu unterschätzen ist, hatte der Liga-15. am Samstagabend mit einem immensen Abwehrfight bewiesen. "Wir hätten es vielleicht früher klar machen können, aber mit Siebenmeterwerfen, ey Leute. Mehr Spannung geht nicht. Und ein geileres Gefühl gibt es nicht, dann die beste Mannschaft der Welt zu schlagen", sagte Wasielewski: "Ich freue mich jetzt ehrlich gesagt auf ein Bierchen heute und dann Regeneration, Regeneration. Es ist noch nicht zu Ende."
Für die Erholung bleibt kaum Zeit, ab 15.45 Uhr (ARD und Dyn) geht es dann gegen Berlin und Welthandballer Mathias Gidsel. Die Füchse hatten im ersten Halbfinale den TBV Lemgo Lippe mit 39:36 (20:16) geschlagen.
Für Gidsel soll es dabei zu einer Premiere kommen. Noch nie hat der hochdekorierte Ausnahmekönner den Pokal gewonnen, noch nie hat er einen Titel in der Kölner Lanxess Arena gefeiert. "Das habe ich jetzt fast von jedem Journalisten in diesem Raum gehört", sagte der Däne, aber das sei "okay". Schließlich spiele man in Köln immer die schwierigsten Spiele. "Ich hoffe, dass ich das morgen schaffen kann, sodass ich diese Frage nicht mehr gestellt bekomme", sagte Gidsel. Der bislang einzige Pokalsieg gelang Berlin 2014.
B.A.Bauwens--JdB