Nach Maiers Gold: Deutsche Skicrosser ohne Medaille
Tim Hronek war wütend, Florian Wilmsmann enttäuscht: Einen Tag nach dem umjubelten Olympiasieg von Daniela Maier haben die deutschen Skicrosser eine weitere Medaille verpasst. Für Hronek und Wilmsmann reichte es nur für die Teilnahme am "kleinen Finale", dort belegte sie die Plätze sechs und sieben.
Die Gastgeber feierten dafür einen Doppelsieg: Simone Deromedis, Weltmeister von 2023, siegte vor seinem überraschend starken Teamkollegen Federico Tomasoni. Bronze ging an Altmeister Alex Fiva: Der 40 Jahre alte Schweizer hatte vor vier Jahren in Peking hinter Landsmann Ryan Regez Silber gewonnen.
Für die Deutschen wäre mehr möglich gewesen. Besonders ärgerlich war das Scheitern von Hronek. Der erkennbar verärgerte Traunsteiner wurde im Halbfinale von Regez, der nach Olympia-Gold 2022 auch WM-Gold 2025 gewonnen hatte, am Überholen gehindert - er erreichte das Ziel nur als Dritter. Regez wurde disqualifiziert.
Wilmsmann hatte zunächst vom völlig überraschenden Ausscheiden des großen Goldfavoriten Reece Howden profitiert: Der im Weltcup in dieser Saison so dominante Kanadier, außerdem Schnellster im Platzierungslauf, schied in seinem Viertelfinale aus. Howden befand sich wie Wilmsmann in der oberen Hälfte des Tableaus.
Nach bis dahin überzeugenden Läufen belegte Wilmsmann in seinem Halbfinale bei stärker werdendem Schneefall allerdings nur den letzten Platz - hinter Deromedis, Tomasoni und dem Franzosen Terence Tchiknavorian, der anschließend auch im Kampf um die Plätze fünf bis acht der Schnellste war.
Alle vier gestarteten Deutschen hatten zunächst das Viertelfinale erreicht: Cornel Renn schied dort im selben Lauf wie Wilmsmann aus - ihm fehlten dabei nur 0,05 Sekunden zum Weiterkommen. Florian Fischer konnte sich in seinem Viertelfinale gegen Regez und Fiva durchsetzen.
E.Goossens--JdB