Wüst sieht Grund zur Hoffnung in NRW-Waldbrandgebieten
Die Lage in den Waldbrandgebieten Nordrhein-Westfalens hat sich am Samstag verbessert. Es sei den Einsatzkräften gelungen, die Lage zu stabilisieren, sagte Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) bei einem Besuch im Brandgebiet im Hürtgenwald. "Es besteht jetzt erste Hoffnung, dass der Brand unter Kontrolle gebracht werden kann", sagte er. Zudem könnten sich die Bewohner des evakuierten Orts Gey Hoffnungen machen, "bald wieder in ihre Häuser zurückkehren zu können, wenn es weiter gut läuft".
Der Ministerpräsident betonte, dass kein Haus zum Opfer der Flammen geworden sei und keine Menschen durch den Brand zu Schaden kamen. "Wir haben mit Menschen zu tun, die um ihre Heimat bangen, um ihr Hab und Gut bangen", sagte er. Das Schlimmste habe aber dank des Einsatzes der Kräfte von Bund und Ländern verhindert werden können.
Der CDU-Politiker wertete den Waldbrand auch als Beleg dafür, wie wichtig es sei, gegen den Klimawandel vorzugehen. "Wir erleben das hier in dieser Art eines großen Feuers zum ersten Mal, aber wir erleben eben nicht zum ersten Mal diese Extremwetterlage", sagte er. "Und das hat eben auch was mit Klimawandel zu tun. Das wird nun ernsthaft keiner mehr leugnen."
Das Land werde es "in Zukunft häufiger mit Extremwetterereignissen ganz unterschiedlicher Art zu tun haben", sagte Wüst. Dies könnten Waldbrände sein oder etwa Starkregenereignisse. "Insofern sind Klimafolgenanpassungen und Klimaschutz weiter auf der Agenda", sagte der nordrhein-westfälische Regierungschef.
A.Martin--JdB