Iran-Krieg: US-Inflation steigt im Mai auf Drei-Jahres-Hoch
Der Ölpreisschock im Iran-Krieg treibt die Verbraucherpreise in den USA weiter in die Höhe. Die Inflation stieg im Mai um 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat und damit auf ein Drei-Jahres-Hoch, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Im April hatte die Inflation noch bei 3,8 Prozent gelegen.
Der deutliche Preisanstieg geht vor allem auf Treibstoffe zurück. Sie verteuerten sich in den USA im Mai um 40,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Heizöl kostete sogar 58,9 Prozent mehr. Energie insgesamt wurde um 23,5 Prozent teurer. Für Lebensmittel mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher 3,1 Prozent mehr zahlen.
Die Kerninflation ohne die schwankenden Preise für Energie und Lebensmittel lag bei 2,9 Prozent. Die US-Notenbank Fed empfiehlt eine Inflationsrate von lediglich 2,0 Prozent. Günstiger wurden im Mai nur Gebrauchtfahrzeuge und Medizinprodukte.
Die Lebenshaltungskosten sorgen in den USA seit Monaten für Unmut. Umfragen zeigen eine stark gesunkene Zustimmung zur Wirtschaftspolitik von Präsident Donald Trump. Der Iran-Krieg hat die Kritik auch im Lager des Präsidenten verschärft. Trump selbst hatte wiederholt angeführt, der Anstieg sei nur "von kurzer Dauer".
A.Parmentier--JdB