Journal De Bruxelles - Medien: Möglicher Infantino-Kontrahent tritt nicht an

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Medien: Möglicher Infantino-Kontrahent tritt nicht an
Medien: Möglicher Infantino-Kontrahent tritt nicht an / Foto: Elizabeth Ruiz Ruiz - SID

Medien: Möglicher Infantino-Kontrahent tritt nicht an

Den Gegnern von Gianni Infantino gehen offenbar die Optionen für einen starken Kontrahenten bei der FIFA-Präsidentschaftswahl aus. Wie zunächst der Guardian und später die BBC und ESPN unter Berufung auf eigene Quellen berichteten, will der Kanadier Victor Montagliani für eine weitere vierjährige Amtszeit an der Spitze des Fußballverbandes für Nord- und Mittelamerika und die Karibik (CONCACAF) kandidieren und von einer FIFA-Kandidatur absehen.

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Dies habe der 61-jährige Kanadier bereits Anfang des Monats im kleinen Kreis mitgeteilt. Montagliani hatte sich bislang öffentlich nie konkret zu einer Kandidatur als Weltverbandspräsident geäußert.

Damit scheint der Weg für Infantino etwas mehr als einen Monat vor der Nominierungsfrist am 18. November frei. Aleksander Ceferin hatte eine Kandidatur ausgeschlossen, der Slowene strebt eine vierte Amtszeit als UEFA-Präsident an. Auch der Katarer Nasser Al-Khelaifi steht nicht zur Verfügung. Salman bin Ibrahim Al Khalifa, Präsident der asiatischen Konföderation (AFC), wurde ebenfalls genannt, näherte sich Infantino aber in dieser Woche offenbar an.

Der Schweizer erfuhr am Donnerstag zudem bei der Konferenz des Kontinentalverbands CAF auf Kap Verde abermals die "einstimmige und uneingeschränkte" Unterstützung der 54 afrikanischen Mitgliedsverbände.

In Berlin waren bei einem "Anti-Infantino-Gipfel" der Europäischen Fußball-Union (UEFA) zeitgleich führende Vertreter um DFB-Präsident Bernd Neuendorf zusammenkommen - auch, um über Reformen der FIFA und weitere Schritte beim Vorgehen gegen Infantino zu debattieren.

Auch bekräftigte der europäische Verband, dass für die Präsidentenwahl des Weltverbandes im März 2027 in Rabat/Marokko eine Alternative zu Amtsinhaber Infantino her soll. "Die Person an der Spitze, die in besonderer Weise dafür steht, wie die FIFA sich heute darstellt, muss abgelöst werden", betonte Neuendorf: "Ich persönlich, aber das war heute glaube ich die Mehrheitsmeinung, bin nicht überzeugt, dass es mit dieser Führung der FIFA zu einem glaubhaften Reformprozess kommen kann." Es sei auch über das Profil eines möglichen Gegenkandidaten gesprochen worden.

Der 56-jährige Infantino hatte nach seinem gescheiterten Plan, Anteile an der Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen, im Sommer scheinbar noch vor dem Ende seiner Präsidentschaft gestanden. Zuletzt holte er sich schrittweise Unterstützung zurück.

Y.Simon--JdB