Ghanas Partey wird Einreise nach Kanada verwehrt
Dem ghanaischen Fußball-Nationalspieler Thomas Partey ist vor dem WM-Spiel gegen Panama in Toronto die Einreise nach Kanada verweigert worden. Das bestätigte der Weltverband FIFA am Freitag. Hintergrund ist offenbar, dass der Mittelfeldspieler des FC Villarreal im Juli 2025 in London wegen mutmaßlicher Vergewaltigung und sexueller Nötigung angeklagt worden war. Partey bestreitet die Vorwürfe.
"Die FIFA kann bestätigen, dass Thomas Partey nicht vom ghanaischen Team-Basislager in Boston, USA, nach Kanada zum ersten Spiel gegen Panama am Mittwoch, den 17. Juni, reisen kann, da sein Visumantrag von der kanadischen Regierung abgelehnt wurde", teilte der Weltverband mit. Die FIFA sei nicht in die Einreiseverfahren der Gastgeberländer involviert.
Partey war vor einem Jahr von der britischen Staatsanwaltschaft wegen mutmaßlicher Vergewaltigung in fünf Fällen und eines sexuellen Übergriffs angeklagt worden, die mutmaßlichen Straftaten sollen sich zwischen 2021 und 2022 ereignet haben. Im Februar war er erneut wegen zweifacher Vergewaltigung angeklagt worden, woraufhin er erneut auf nicht schuldig plädierte.
Auf der Website der kanadischen Regierung heißt es: "Wenn Sie eine Straftat begangen haben oder verurteilt wurden, kann Ihnen die Einreise nach Kanada verweigert werden." Partey ist zwar angeklagt, ein Urteil gibt es aber noch nicht. Der Termin für die Verhandlung wurde vom Richter zuletzt auf den 2. November 2026 festgelegt.
Partey war Anfang Juni in den Kader seines Landes für die WM berufen worden. Am 4. Juni traf er mit seinen Teamkollegen in Washington D.C. ein, am Freitag reiste das Team zu seinem Trainingslager in Rhode Island. In den zwei weiteren Gruppenspielen gegen England (23. Juni) und Kroatien (27. Juni) wird er dagegen wohl spielen können, da diese in den USA stattfinden.
Partey hatte sein Profikarriere in Spanien bei Atlético Madrid begonnen, bevor er 2020 nach England zum FC Arsenal wechselte. Seit 2025 steht der defensive Mittelfeldspieler bei Villarreal unter Vertrag.
M.F.Schmitz--JdB