Fifa-Chef Infantino verteidigt hohe WM-Ticketpreise und Freundschaft zu Trump
Fifa-Chef Gianni Infantino hat Kritik an den hohen Ticketpreisen bei der Fußball-Weltmeisterschaft zurückgewiesen. Die Preise seien "angemessen", sagte der Präsident des Fußball-Weltverbandes in Mexiko-Stadt, wo am Donnerstag das WM-Auftaktspiel zwischen Mexiko und Südafrika stattfindet. Zugleich bezeichnete er den Fall eines von den USA an der Grenze abgewiesenen Schiedsrichters aus Somalia als "unglücklich" - und verteidigte seine Freundschaft zu US-Präsident Donald Trump.
Die Fifa steht massiv wegen der hohen Ticketpreise in der Kritik, diese liegen in Einzelfällen bei mehr als 30.000 Dollar (26.000 Euro). Mehrere US-Bundesstaaten untersuchen bereits möglichen Ticket-Wucher. Infantino verwies nun in seiner von Beobachtern als "trotzig" bezeichneten Pressekonferenz in Mexiko-Stadt darauf, dass auch Tickets für 60 Dollar angeboten worden seien. Davon gab es aber nur äußerst wenige.
Zu dem von den USA nicht ins Land gelassenen Schiedsrichter Omar Artan sagte Infantino: "Es ist unglücklich, was dem Schiedsrichter aus Somalia widerfahren ist." Offensichtlich mit Blick auf die breite Kritik an dem Fall riet der Schweizer der Öffentlichkeit, "sich zu entspannen". Es bringe nichts, sich "anzuschreien und zu brüllen". Infantino verwies zugleich darauf, dass die Fifa den Regierungen der Gastgeberländer nichts vorschreiben könne.
Der Fifa-Chef verteidigte zudem erneut seine enge Beziehung zu Trump. Er sei "sehr froh" über das "sehr gute Verhältnis" zum US-Präsidenten. Ohne dessen Engagement und Einbindung "wäre es meiner Meinung nach schlicht unmöglich gewesen, eine WM in den Vereinigten Staaten zu organisieren".
Die WM findet in diesem Jahr in Mexiko, den USA und Kanada statt.
B.A.Bauwens--JdB