Razzia in Rhein-Main-Gebiet wegen verbotener Exporte nach Russland
Zollfahnder haben wegen des Verdachts der verbotenen Ausfuhr von Maschinenteilen und chemischen Stoffen nach Russland im Rhein-Main-Gebiet insgesamt 14 Wohn- und Geschäftsräume durchsucht. Bei der Razzia vergangenen Freitag seien umfangreiche Beweismittel beschlagnahmt und gegen zwei Firmen Vermögensarreste in Höhe von zusammen gut 1,13 Millionen Euro vollstreckt worden, teilte der Zoll am Donnerstag in Frankfurt am Main mit.
Die Ermittlungen richten sich demnach gegen die Chefs von drei Firmen. Zwei der Firmen sollen diverse Maschinenteile und chemische Stoffe gewerbsmäßig entgegen eines bestehenden Verbots nach Russland ausgeführt haben. Hierzu nutzten sie mutmaßlich ein Transportunternehmen sowie weitere ausländische Logistikdienstleister. Aufgeflogen sind die Geschäfte durch eine Prüfung des Zolls bei einer Firma, die an russische Kunden geliefert haben soll. Die Ermittlungen dauern an.
P.Claes--JdB