Lange Haftstrafen für Mord in Hamburger Park: 100 Mal auf Opfer eingestochen
Wegen der Tötung eines 18-Jährigen im Hamburger Stadtpark sind zwei Beschuldigte zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Das Landgericht der Hansestadt verhängte gegen die beiden Angeklagten am Freitag wegen gemeinschaftlichen Mordes Jugendstrafen von neuneinhalb beziehungsweise zwölf Jahren. Das Urteil wurde nach Angaben eines Gerichtssprechers unter Ausschluss der Öffentlichkeit verkündet. Es ist noch nicht rechtskräftig.
Der Anklage zufolge sollen die Beschuldigten im April vergangenen Jahres einen 18-Jährigen in den Stadtpark bestellt, ihn dort gezielt mit Alkohol abgefüllt und anschließend mit zahlreichen Messerstichen getötet haben. Das Opfer, das nicht mit einem tödlichen Angriff gerechnet haben soll, erlitt demnach insgesamt 100 Stichverletzungen am Kopf, Hals und am Unterkörper.
Einem der Angeklagten warf die Staatsanwaltschaft vor, aus Mordlust gehandelt zu haben. Im Vorfeld des mutmaßlichen Tatgeschehens soll er sich mit der Tötung eines Menschen beschäftigt und verschiedene Varianten im Freundeskreis erörtert haben.
P.Mathieu--JdB